Lagerplanung
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Regalsysteme: Was kosten sie pro Quadratmeter in Deutschland?
Regalsysteme Kosten: Beispielpreise je Quadratmeter und je Lagerplatz für Einfachregal, Schmalgang und Hochregal, netto mit MwSt. und Bezugsjahr 2025.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Beispielwerte netto, Bezugsjahr 2025: Einfachregal 90 bis 160 Euro je Quadratmeter Stellfläche, Schmalgang 180 bis 320 Euro, automatisiertes Hochregal 400 bis 900 Euro.
- Je Lagerplatz gerechnet: Fachbodenregal 25 bis 60 Euro, Schmalgang 90 bis 200 Euro, Hochregal 150 bis 400 Euro.
- Die Spreizung entsteht aus Fachlast, Bauhöhe, Zahl der Ebenen und Brandschutz, nicht aus der Grundfläche allein.
- Für 1.000 Quadratmeter Schmalgang sind netto rund 250.000 Euro realistisch, mit 19 Prozent MwSt. etwa 297.500 Euro.
- Alle Werte sind Schätzungen für die Budgetplanung und ersetzen kein Angebot.
Preisübersicht: Beispielwerte netto für 2025
Die Tabelle nennt Korridore für Neuanlagen in Deutschland. Alle Beträge sind Schätzungen und dienen der Budgetplanung.
| System | Bauhöhe | Euro je Quadratmeter Stellfläche | Euro je Lagerplatz |
|---|---|---|---|
| Einfachregal, Fachboden | bis 3 Meter | 90 bis 160 | 25 bis 60 |
| Schmalgang, Paletten | bis 12 Meter | 180 bis 320 | 90 bis 200 |
| Hochregal, automatisiert | bis 40 Meter | 400 bis 900 | 150 bis 400 |
Einfachregal: 90 bis 160 Euro pro Quadratmeter
Ein Steckregal mit 3 Metern Höhe und vier Ebenen kostet netto 90 bis 160 Euro je Quadratmeter Stellfläche. Ein Lagerplatz liegt bei 25 bis 60 Euro, weil eine Stellfläche mehrere Plätze trägt. Bei 500 Kilogramm Fachlast bleibt der Preis am unteren Rand, ab 1.000 Kilogramm steigt er deutlich.
Fachbodenregale für Kleinteile liegen in dieser Klasse. Schwerlastregale mit Palettenaufnahme kosten je Quadratmeter mehr, weil Ständer und Traversen stärker dimensioniert sind. Bekannte Anbieter für Steck- und Palettenregale sind BITO, Jungheinrich und Dexion.
Schmalgang: 180 bis 320 Euro pro Quadratmeter
Im Schmalgang fahren Stapler mit Induktionsführung durch Gänge von 1,6 bis 1,9 Metern Breite. Die Regale reichen bis 12 Meter Höhe. Je Quadratmeter Stellfläche sind netto 180 bis 320 Euro üblich, je Palettenplatz 90 bis 200 Euro.
Die dichte Bauweise senkt den Preis pro Lagerplatz, obwohl der Quadratmeter teurer wird. Der Gang bleibt dem Fahrzeug vorbehalten, Personen betreten ihn nur mit Freigabe.
Hochregal: 400 bis 900 Euro pro Quadratmeter
Ein automatisiertes Hochregal arbeitet mit Regalbediengeräten und reicht bis 40 Meter hoch. Der Quadratmeterpreis liegt netto zwischen 400 und 900 Euro, der Lagerplatz zwischen 150 und 400 Euro. Enthalten sind Regaltechnik, Geräte, Steuerung, Lagerverwaltung und Brandschutz. Je höher die Anlage, desto stärker fallen Sprinkler und In-Rack-Sprinkler ins Gewicht. Auflagen der zuständigen Bauaufsicht treiben den Preis zusätzlich.
Rechenbeispiel: 1.000 Quadratmeter Schmalgang
Beispiel: Ein Händler plant eine Halle mit 1.000 Quadratmetern Stellfläche, Schmalgangtechnik und 8 Metern Höhe. Bei 250 Euro netto je Quadratmeter ergibt das 250.000 Euro netto. Hinzu kommen 19 Prozent Umsatzsteuer, also 47.500 Euro, und damit 297.500 Euro brutto. Werden 2.000 Palettenplätze eingerichtet, kostet ein Platz 125 Euro. Bei einer Förderung von 30 Prozent sinkt die Nettoinvestition auf 175.000 Euro. Das ist eine Beispielrechnung, keine Zusage eines Anbieters.
Quadratmeter oder Lagerplatz: zwei Bezugsgrößen
Anbieter kalkulieren entweder über die Stellfläche oder über den Lagerplatz. Die Stellfläche umfasst die Grundfläche des Regals samt Verkehrsgang. Der Lagerplatz beschreibt eine Palette oder einen Fachboden.
Beide Werte gehören in die Planung, weil ein teurer Quadratmeter durch dicht gepackte Ebenen günstige Lagerplätze erzeugen kann. Fragen Sie im Angebot nach der Bezugsgröße, sonst vergleichen Sie Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben.
Last, Höhe und Brandschutz bestimmen den Angebotspreis
Fünf Größen verschieben den Preis am stärksten:
- Fachlast je Ebene, etwa 500 oder 1.500 Kilogramm
- Bauhöhe und Zahl der Ebenen
- Brandschutz mit Sprinkler oder In-Rack-Sprinkler
- Bodenplatte, Statik und Anfahrschutz
- Montage, Abnahme und Dokumentation
Für Hochregale kommt die Gefährdungsbeurteilung hinzu. Die TRBS 1111 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verlangt sie für Lager- und Logistikprozesse.
Nebenkosten, die im Quadratmeterpreis fehlen
Viele Angebote decken nur die Regaltechnik ab. Montage, Statiknachweis, Anfahrschutz und Brandschutzmaßnahmen stehen häufig separat in der Rechnung. Dazu kommen Lagerverwaltungssoftware, Etiketten, Scanner und Schulungen.
Rechnen Sie für diese Posten als Beispiel einen Aufschlag von 10 bis 25 Prozent auf den Regalpreis ein, abhängig vom Automatisierungsgrad. Diese Spanne sichert das Gesamtbudget, bevor die Ausschreibung startet.
Förderung senkt die Nettoinvestition
Regaltechnik lässt sich über Förderkredite finanzieren. Die KfW bietet Unternehmen Investitionskredite, die auch in Lagerausstattung fließen können. Welche Programme von Bund und Ländern nach Standort und Vorhaben passen, zeigt die Förderdatenbank des Bundes. Anträge gehören vor die Bestellung, weil viele Programme einen Vorhabenbeginn vor Bewilligung ausschließen.
Häufige Fragen
Sind die Quadratmeterpreise netto oder brutto?
Alle Werte sind Nettopreise in Euro mit Stand 2025. Für die Bruttorechnung kommen 19 Prozent Umsatzsteuer hinzu.
Reicht der Quadratmeterpreis für die Budgetplanung?
Nein. Planen Sie Software, Fahrzeuge, Brandschutz, Montage und Schulung zusätzlich ein. Diese Posten fehlen in vielen Regalangeboten.
Warum kostet der Lagerplatz im Hochregal mehr als im Fachbodenregal?
Automatisierung, Steuerung und Brandschutz verteilen sich auf dicht gepackte Ebenen. Ein Steckregal trägt diese Technik nicht.
Welche Angaben braucht ein Anbieter für ein belastbares Angebot?
Fläche, Bauhöhe, Fachlast, Palettenmaße, Brandschutzkonzept und gewünschter Durchsatz. Ohne diese Angaben bleibt jede Zahl eine Schätzung.